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Auf rhizome.hfbk.net: 3 Notizen zu Nele Gülck

3 Notizen zu: Nele Gülck, Die Bäume des Paradieses, DEAR Photography

1 Palmen sind im Trend, keine Frage. Man verkauft aber mit der exotischen Pflanze nicht nur T-Shirts, Schlüsselanhänger oder Seife, auch in der Kunstwelt ist sie längst nicht wegzudenken. Nachdem etwa neue BND-Zentrale in Berlin ein Exemplar aus Metall bekommen hat, nachdem bei der letzten Jahresausstellung der HFBK zwei Leuchtstoffröhrenpalmen den Eingangsbereich zierten, hat sich nun auch Nele Gülck mit ihrer Fotoserie von Dingen mit Palmenmotiv des Baumes angenommen.

2 Der westliche Palmfetisch, er ist letztlich kein neues Phänomen. Schon im Barock zierte sie als schwüle Vision von fernen Landen Gartenpavillons, deren Besitzer damit unverhohlen die Gier nach dem Fremden zeigten, die in grausamer Kolonialherrschaft mündete. Im viktorianischen England wurde die Zimmerpalme zum colonial-style-Trend. Und bis heute ist der hitzeflirrende Traum von Oasen, Nomadenzelten, von tausendundeiner Nacht, der bei jedem Palmen-Nippes mitschwingt nichts anderes als Orientalismus: die sehnsuchtsvolle Romantisierung des Fremden, des „Anderen“, als exotisches Paradies.

3 Klar, die Palme steht für Urlaub. Und nicht verwunderlich, dass wir im Spätkapitalismus so süchtig nach Luxus, nach Exotik und dem Fremden sind, dass der Baum nun ein Revival feiert. Schon verwunderlicher aber, dass beim Palmen-Trend in der sonst so reflektierten Kunstwelt die exotistisch-kolonialistischen Untertöne, die man vielleicht bei Gauguin langsam befremdlich findet, völlig ausgeblendet werden.

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Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

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Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?