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Auf rhizome.hfbk.net: 3 Notizen zu "Die Ökonomie der Dinge"

1 Kunst und Gestaltung und Wirtschaft und Kunst. Ein ewiger Kreis, eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt: Ästhetiken und Techniken der künstlerischen Avantgarde werden durch das Feld der Gestaltung wirtschaftlich verwertbar gemacht, von Massenmedien dann in die Popkultur überführt um am Ende wieder von der Avantgarde verwurstet zu werden. So oder ähnlich lautete die Prämisse der von Wigger Bierma und Mitko Mitkov initiierten Vortragsreihe, bei deren ersten Termin der Künstler Tobias Kaspar einige Worte zur Verknüpfung der Felder sagen sollte.

2 In seinem Kunstmagazin “Provence” kopiert Kaspar dezidiert die Ästhetiken von Hochglanz-Modemagazinen; unterläuft damit nicht nur die Erwartungen der Leserinnen, sondern stellt die gängige Verwurstungskette einfach auf den Kopf. Aber, wie “Provence” zeigt, sind auch Arbeitsweisen der Wirtschaft längst in der bildenden Kunst angekommen. Hier wie dort lässt man etwa arbeiten, lagert Aufträge aus, lädt man befreundete Künstlerinnen ein, die gerne unbezahlt schreiben und fotografieren, um ihre eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Eine Hand wäscht die Andere, aber finanziell profitiert - in der Kunst wie in der Wirschaft - am Ende oft nur eine Person.

3 Mimikry und Outsourcing scheinen also für Kaspar die Strategien der Stunde zu sein. Nur Konsequent also, dass der Künstler zur großen Überraschung aller also einen Schauspieler eingeladen hat, um den Vortrag für ihn zu übernehmen. Dieses Geheimnis wurde am Ende gelüftet. Nur ob dieser dafür bezahlt wurde, kam leider nicht zur Sprache.

Die Ökonomie der Dinge, Vortragsreihe in der HfbK, Termin 1 mit Tobias Kaspar, 9. Mai 2018

https://rhizome.hfbk.net/p/89422


Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?