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Neu auf rhizome.hfbk.net: 3 Notizen zu Anton Corbijn

1 "Enter", "Space", "Home", "Control" - die Fototriennale Hamburg hat - Hallo 2018! - den Computer und seine Tasten entdeckt. Wer aber deshalb denkt, dass es in den Einzelschauen mit den generischen Untertiteln in eckigen Klammern (warum diese Typospiele aus dem Jahr 2000?), wie es die Worte ja nahelegen, um Digitalität geht, der irrt. "Breaking Points" - Umbrüche also - soll vielmehr das Überthema sein, dem sich nun zahllose Künstler*innen in ebenso zahllosen Venues widmen.

2 Im Bucerius Kunst Forum verzichtet man allerdings auf einen Tastatur-Titel, um mit dem großen Namen "Anton Corbijn" das Publikum anzuziehen. Im Mittelpunkt dabei wie immer seine ikonischen Schwarzweiß-Porträts von Celebrities, die vielleicht einmal Musikgeschichte geschrieben haben, deren "Magnum auf Speed"-Hochkontrast-Ästhetik den Test der Zeit aber nicht sehr gut bestanden hat und mittlerweile - polemisch ausgedrückt - mindestens ebenso ausgelutscht ist wie "Lunch atop a Skycraper". Ist das heute irgendwie relevant? Vor allem in einer Triennale mit inhaltlichem Anspruch?

3 Apropos Inhalt: Das Kunstforum erklärt die Show zum Teil der "Breaking Point"-Triennale, weil sie nicht nur seine bekannten Porträts, sondern auch zwei seiner freien Projekte zeigen: neben düsteren Friedhofsbildern Marke "depressiver Teenager bekommt erste Kamera" sind das auch wenig originelle Fotos von ihm selbst als Iggy Pop oder Hendrix verkleidet (Blackfacing Kommentar hier einfügen). Die Frage "Wann wird Fotografie Kunst?" soll die Ausstellung damit laut Pressetext erforschen. Die Antwort bleibt sie allerdings dann doch schuldig. Ob man Letzteres in ihr überhaupt findet, bleibt dahingestellt.

3 Notizen zu: Anton Corbijn, The Living and the Dead, Bucerius Kunst Forum, bis Januar 2019 #kritik #bashing #sorrynotsorry

https://rhizome.hfbk.net/p/98996


Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?