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3 Notizen zu: Mehr Mütter für die Kunst.

1 Mehr Mütter für die Kunst., so lautet der Titel und das Hauptanliegen des Manifests, für das Künstlerin Marcia Breuer gerade um Unterschriften wirbt. Ein Anliegen, bei dem es allerdings um weit mehr geht als ums Kinderkriegen. Denn wenn man sich die Frage stellt, warum Frauen im Kunstbetrieb unterrepräsentiert sind (wovon nicht nur derzeitigen Ausstellungen in Bucerius Kunst Forum und Deichtorhallen zeugen), wenn man sich fragt warum Frauen, wenn sie schon im Kunstbetrieb Erfolg haben, meist entweder im jungen Alter gehyped oder im Greisenstadium wiederentdeckt werden - dann kommt man tatsächlich relativ schnell auf die Mutterrolle zu sprechen.

2 Dass Breuer damit durchaus einen Nerv trifft und dass gerade in der sich gern fortschrittlich gebenden Kunstwelt stark patriachale Strukturen vorherrschen, zeigen nicht nur die hunderten Unterschriften, die sie bereits gesammelt hat, sondern etwa auch der Rückblick auf eine Diskussionsveranstaltung zum Thema im Marstall Ahrensburg vor einigen Wochen. Hier wurde Breuer nach der Vorstellung ihres Manifests von einer Mitdiskutantin doch als Patentlösung vorgeschlagen wurde, die Väter mehr in die Pflicht zu nehmen. "Verlässliche Partner sind das wichtigste für eine erfolgreiche Künstlerin", meinte sie sinngemäß.

3 Es ist müßig darauf hinzuweisen, dass Männer - die Kindsväter - doch bitteschön auch ab und an Mal ein Auge auf das Kind haben sollen, beinahe wie um der Partnerin damit einen Gefallen zu tun, fast so, als würde es sich nicht um ihr Kind handeln. Von der Tatsache abgesehen dass das ein traditionelles Familienmodell voraussetzt, das oft an der Realität scheitert, hat es den Frauen bisher sowieso wenig gebracht. Breuer hat Recht: vielmehr muss die Sache strukturell angegangen werden, muss man gezielte Fördermöglichkeiten einfordern und vor allem Mütter als Bereicherung, oder noch viel besser, als Normalität ansehen. Denn dass Mutterschaft und Kunst nicht zusammengeht, wäre genau wie zu behaupten Vaterschaft und Kunst schließe sich aus. Auch Polke, Disney oder Rockwell hatten schließlich Kinder.

https://rhizome.hfbk.net/p/219403


Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung findet die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Von 10 - 20 Uhr sind Besucher*innen herzlich eingeladen, sich in der HFBK die zahlreichen Arbeiten anzusehen. Für Ihre Gesundheit an diesem Wochenende sorgt ein extra entwickeltes Corona-Konzept. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.