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3 Notizen zu: Sich gegenseitig die Haare halten, Frappant

1 Musik, Performance, Bühnenbild, Kulturwissenschaften und Bildende Kunst - mit Inga Barth, Marie Gimpel, Anna Grath, Mona Hermann, Pauline Jacob, Anda Kryeziu, Lisa Florentine Schmalz und Lea Sievertsen fanden sich am Wochenende acht Frauen aus den unterschiedlichsten Disziplinen zusammen, um gemeinsam eine Ausstellung zu realisieren. Um das Thema "Freundinnen" sollte es gehen, wie nicht nur die Titelseiten alter "Freundin"-Ausgaben im Foyer der Ausstellung klarmachten, sondern vor allem der Titel der Schau: "Sich gegenseitig die Haare halten" - der ultimative Freundschaftsbeweis im wilden Teenie-Alter.

2 Und tatsächlich fühlte man sich in der Schau direkt an das unbeschwerte Lebensgefühl erster Festival-Besuche erinnert: Die Künstlerinnen inszenierten in den mit acht Dreifrauzelten vollgestellten Galerieräumen einen surrealen Campingtrip, eine Großinstallation mit begrenzten Handlungsanweisungen, keine Performance, keine Ausstellung, mehr Spielplatz als sonst etwas. Hinter den Reißverschlüssen dieser klassischen Festival-Iglus warteten so etwa ein plätschernder Springbrunnen, Popcorn-Regen, Kunstrasen und Bewegungssensoren, eine Abriss-Discokugel, eine mysteriöse Schere - und wohl noch mehr, allerdings waren die insgesamt acht verschiedenen Werke nur solange zu sehen, solange die Zelte nicht besetzt waren. Mit entsprechender Reservierung konnte man sich nämlich zu zweit in eins der Zelte einmieten um den Abend gemeinsam mehr oder weiger ungestört mit Kunst und ohne Maske zu verbringen.

3 Spaß ohne Ende, Intimität - und vor allem gesundheitliche Sicherheit: so kann man also auf clevere Art regelkonform Performance-Kunst in Corona-Zeiten inszenieren, könnte man sagen. Was aber neben den Werken an sich das eigentlich interessante war, dass auch auf der formalen Ebene mal etwas neues probiert wurde: Keine Zuschreibungen der Arbeiten an einzelne Künstlerinnen, sondern ein großes Gemeinschaftsprojekt. Kunst geht auch ohne Ego, wenn man sich drauf einlässt. In aller Freundschaft. Und was macht man mit Freundinnen? Natürlich geht man Zelten.

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