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3 Notizen zu: "Cage Match", Kunstverein St. Pauli , Planten und Blomen

1 Das aktuelle Großprojekt des St. Pauli Kunstvereins ist nur mit Sicherheitsabstand zu betrachten: Denn für "Cage Match", ein imposantes Gestell aus Bauzaun und Styroporplatten mit den Maßen 5x5x7m, haben sich die Künstler*innen im Park Planten und Blomen nicht etwa eine öffentliche Wiese ausgesucht - sondern ausgerechnet das öde, abgesperrte Wasteland der Teehaus-Baustelle.

2 Ein Bauzaun-Werk in der Baustelle, innerhalb eines richtigen Bauzaun-Sperrgürtels also. Ein Mis-en-Abyme, das laut Text nicht etwa wie vermutet nur spielerisch mit der Grammatik von Sperrungen und Barrikaden im Stadtbild umgeht, sondern auch unsere Wahrnehmung des Parks herausfordert. Denn eine abgegrenzte Baustelle in einem Garten - der "Natur" - legt die Künstlichkeit dieser Angelegenheit so offen wie ein kaputtes Panel im Holodeck. Der Bauzaun innerhalb der Baustelle rückt genau dies in den Fokus.

3 Doch das ist nur eine Ebene der Intervention. Denn der Käfig wird im Laufe seiner Lebensdauer von Künstler*innen als Bühne für Filmvorführungen oder DJ-Sets genutzt. Gerade macht Kalin Lindena den Käfig mittels Schlauchinstallation zu einer Art absurdem Springbrunnen - Regenbogen inklusive. Tatsächlich ist das "Cage Match" so seltsam wie verschroben. So richtig verführerisch wird es allerdings erst durch den aufgezwungenen Sicherheitsabstand des realen Bauzauns. Denn mal ehrlich: Nirgendwo bricht man doch so gerne ein wie in Baustellen?

https://rhizome.hfbk.net/p/224865


Kunst trotz(t) Corona: Graduate Show 2020

Mit einer zweimonatigen Verspätung findet die Graduate Show – ehemals Absolventenausstellung – in diesem Jahr am 19. und 20. September statt. Mehr als 140 Studierende zeigen ihre künstlerischen Abschlussarbeiten. Von 10 - 20 Uhr sind Besucher*innen herzlich eingeladen, sich in der HFBK die zahlreichen Arbeiten anzusehen. Für Ihre Gesundheit an diesem Wochenende sorgt ein extra entwickeltes Corona-Konzept. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Digitale Lehre an der HFBK

Wie die Hochschule die Besonderheiten der künstlerischen Lehre mit den Möglichkeiten des Digitalen verbindet.

Aktuelle Beiträge auf rhizome.hfbk.net

rhizome.hfbk.net ist das soziale Netzwerk der HFBK. Es eröffnet ein digitales Forum für Austausch und Diskussion, in dem Studierende, Lehrende, Gastautor*innen, Kunstkritiker*innen und die interessierte Öffentlichkeit für ein breites Spektrum an Inhalten und Sichtweisen sorgen. Hier finden sich Ausstellungsbesprechungen, eine regelmäßige Kunstpresseschau, literarische Texte sowie Berichte von Vorträgen und Symposien.

Absolvent*innenstudie der HFBK

Kunst studieren – und was kommt danach? Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Die HFBK Hamburg wollte es genauer wissen und hat bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben.

Wie politisch ist Social Design?

Social Design, so der oft formulierte eigene Anspruch, will gesellschaftliche Missstände thematisieren und im Idealfall verändern. Deshalb versteht es sich als gesellschaftskritisch – und optimiert gleichzeitig das Bestehende. Was also ist die politische Dimension von Social Design – ist es Motor zur Veränderung oder trägt es zur Stabilisierung und Normalisierung bestehender Ungerechtigkeiten bei?

Jahresausstellung 2020 an der HFBK Hamburg

Zur Jahresausstellung der HFBK Hamburg präsentieren rund 800 Studierende drei Tage lang ein breites Spektrum künstlerischer Arbeiten: von Film und Fotografie über Performance, Skulptur und Malerei bis hin zu Raum- und Soundinstallationen sowie Designentwürfen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich ein Bild von den aktuellen Produktionen der Hochschule.